Die Reise nach Burundi im Jahr 1993 war auch der Start zum Fotografieren. Kurz vor der Reise hatte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft: eine Nikon 601. D.h., ich habe mit dem Reisen auch das Fotografieren angefangen. Bin ich also ein typischer Reisefotograf? Zu einem gewissen Teil ja. Aber auch hier ist es so, dass ich nicht verreise, um zu fotografieren. Ich warte nicht stundenlang auf das richtige Licht, um das optimale Bild zu machen. Ganz im Gegenteil: ich dokumentiere meine Erlebnisse auf der Reise mit den Bildern. Und da kann es gut sein, dass mir ein Bild sehr gut gefällt, auch wenn es zu dunkel oder leicht unscharf ist. Es kann trotzdem eine Geschichte erzählen!

Natürlich habe ich mit der Zeit und den vielen Reisen immer mehr Erfahrungen sammeln können, was Bildgestaltung, Licht und Technik betrifft. Und ich versuche auch, „gute“ Bilder zu machen. Aber gerade das liegt ja in eurem Ermessen, was ein gutes Bild ist und was nicht. Und für mich ist das Foto vor allem eine Möglichkeit, etwas auszudrücken und zu erzählen.
Und seit einigen Jahren fotografiere ich nicht nur auf Reisen. Immer öfter kommen Menschen, die Bilder für einen Flyer oder ihre Homepage brauchen. Für die Fa. Lauche und Maas mache ich viele Fotos für ihre Kataloge oder Werbeblätter. Und ich merke, dass es eine andere Art ist zu fotografieren: die Tatsache, Motive und Menschen so zu stellen, wie man sie braucht, mit (künstlichem) Licht zu arbeiten, ist Herausforderung und Chance zugleich. Aber letztendlich kommt es mir auch hier darauf an, zu schauen, was die Auftraggeber mit den Bildern vermitteln möchten.

„Und wie fotografierst du – analog oder digital?“ Diese Frage stellt sich fast nicht mehr, da es immer weniger Analog-Fotografen gibt und die vielen Vorteile der Digital-Fotografie fast unschlagbar sind. Und auch ich gehöre nicht mehr dazu; zumindest nicht mehr wirklich: Ich habe noch meine komplette analoge Ausrüstung im Schrank stehen, werde sie aber kaum noch benutzen.

Vor der Reise “Unavulta” bin ich auf die digitale Fotografie umgestiegen. Mit der Nikon D700 und drei tollen Objektiven war ich fünf Monate unterwegs und bin absolut zufrieden und überzeugt! Die Möglichkeiten der Digital-Fotografie sind toll, die Qualität der Kamera und der Fotos sind genial und viele Vorteile liegen auf der Hand: keine Diafilme mehr mitschleppen, direkte Korrektur beim Fotografieren, Fotografierten ihr Bild zeigen, … . Und das geniale: ich habe mein “analoges” Fotografie-Verhalten beibehalten: von der 5-monatigen Reise bin ich mit 6000 Bildern heimgekommen, nicht mehr, als ich mit Diafilmen kalkuliert hätte!

Der Vortrag “Unavulta” ist mein erster Digitaler Vortrag. Und ich bin auch mit der Präsentation äußerst zufrieden. Die langen Zeiten des Diaeinscannens sind vorbei, die Ablichtungsleistung des Beamers ist stark und die Besucher der Shows sind begeistert – ich auch!