Meine Herkunft
Ich bin ein Kind des „Summer of 69“, einer relativ wilden, ereignisreichen, aber auch gleichzeitig relaxten Zeit! Die ersten 22 Jahre meines Lebens waren relativ unspektakulär. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ich ein typisches Landei aus dem oberfränkischen Zonenrandgebiet war!
Das änderte sich innerhalb weniger Jahre schlagartig und ich entwickelte eine große Sehnsucht nach neuen Begegnungen, spannenden Erlebnissen und mir unbekannten Regionen. Eine Jugendbegegnung in einem kleinen Dorf in den Abruzzen, eine Begegnung mit 300 Jugendlichen aus aller Welt in meinem kleinen Heimatdorf, der Umzug nach Nürnberg und die Reise nach Burundi 1993 haben dazu einen großen Teil beigetragen.

Das Reisen
Vor allem diese Reise nach Burundi war für mich sehr wichtig: vier Wochen haben wir in einem Dorf in den burundischen Bergen mit den Einheimischen gelebt, gearbeitet und gefeiert. Hier habe ich erfahren, dass es wichtig ist, den Kontakt zu den Menschen zu suchen und zu versuchen, ihre Situation zu verstehen. Das war das erste Mal, das ich von einer Reise nicht nach Hause wollte. Als ich dann daheim war, habe ich gemerkt, was ich alles mitgenommen hatte: viele Geschichten von Erlebnissen und Menschen und viele Bilder, die diese Geschichten umrahmten.
Diese Erlebnisse, Begegnungen und Eindrücke suche ich seither auf allen meinen Reisen!
Und seit 1993 schaffe ich es tatsächlich, mindestens einmal im Jahr für längere Zeit zu verreisen. Und zwar immer auf eine ähnliche Weise: ich bereite mich gut auf das Land und die Leute vor, buche aber nichts anderes als die Anreise. So kann ich im Land individuell unterwegs sein und die Route kurzfristig gestalten. Und der Kontakt zu den Leuten stellt sich quasi zwangsweise ein!
Da ich wahnsinnig gern zu Fuß unterwegs bin, bevorzugt auf nicht ausgetretenen Pfaden, habe ich immer den Rucksack, das Zelt, Kocher und alle möglichen Trekkingausrüstungsgegenstände dabei. Längere Touren im Gebirge – oder in letzter Zeit auch auf Berge – sind also ein fester Bestandteil meiner Reisen.

Was ich sonst noch tue
Noch während meiner „Landei- Zeit“ habe ich nach der Schule eine Ausbildung zum Steuer- Fachgehilfen absolviert. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass das nicht mein Traumberuf ist! Also habe ich das Abi nachgeholt und in Nürnberg Sozialpädagogik studiert. Von 1999 bis 2009 habe ich als Leiter des Jugend- und Kulturtreff Struwwelpeter in Kronach gearbeitet. Nach mehreren Fortbildungen habe ich von 2003 bis 2005 eine Zusatzausbildung im Bereich „Mediation und Konfliktmanagement“ gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich im Herbst 2006 meine Stelle im Struwwelpeter auf 50% reduziert habe und drei Jahre nebenbei als Mediator und Trainer tätig war und seit April 2010 komplett freiberuflich tätig bin. Mehr zu diesem Bereich findet ihr hier.